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Abenteuer Spaziergang

 

Mehr als nur Gassi gehen: So wird jeder Spaziergang zum
Abenteuer für Dich und Deinen Hund!

 

Kennst Du das? Du gehst mit Deinem Hund spazieren, läufst die immer gleiche Runde, und irgendwie wirkt Dein Vierbeiner trotzdem unterfordert oder zeigt zu Hause unerwünschtes Verhalten? Die Lösung ist oft einfacher, als Du denkst: Dein Spaziergang sollte mehr sein als nur "Gassi gehen"!

 

Warum Beschäftigung beim Spaziergang so wichtig ist

Ein Spaziergang ist die perfekte Gelegenheit, Deinen Hund nicht nur körperlich, sondern auch geistig auszulasten. Eine Unterforderung birgt das Risiko, dass Dein Hund unerwünschtes Verhalten entwickelt – sei es Jagdverhalten, Probleme bei Hundebegegnungen, übermäßiges Bellen oder Nervosität.

Aber Vorsicht: Es geht nicht um Überforderung! Das richtige Maß an Beschäftigung fördert nicht nur die Auslastung, sondern auch die Bindung zwischen Euch beiden und kann sogar als Alternativverhalten zu unerwünschten Angewohnheiten dienen.

 

Die Bedürfnisse Deines Hundes verstehen

Bevor wir ins Detail gehen, lass uns kurz über die grundlegenden Bedürfnisse Deines Hundes sprechen:

  • Körperliche Bewegung: Klar, jeder Hund braucht Bewegung, um fit und gesund zu bleiben.
  • Geistige Auslastung: Dein Hund möchte auch seinen Kopf benutzen! Rätsel lösen, neue Dinge lernen – das macht ihn glücklich und zufrieden.
  • Soziale Interaktion: Die gemeinsame Zeit mit Dir, sei es beim Spielen, Kuscheln oder einfach nur beim Beobachten der Umgebung, stärkt Eure Verbindung. Auch der Kontakt zu anderen Hunden ist wichtig.
  • Rassespezifische Eigenschaften: Denk daran, dass jede Rasse unterschiedliche Veranlagungen hat. Ein Hütehund braucht andere Aufgaben als ein Jagdhund oder ein gemütlicher Begleithund.

 

Was Du beim Spazierengehen alles machen kannst

Dein Spaziergang bietet unzählige Möglichkeiten, Deinen Hund sinnvoll zu beschäftigen:

  • Nasenarbeit: Verstecke Leckerlis im Gras oder unter Blättern oder auf Bäumen und lass Deinen Hund sie suchen. Auch das Verfolgen einer Geruchsspur ist eine tolle Auslastung.
  • Apportieren: Ein Klassiker, der die Jagdsequenz befriedigt und gleichzeitig die Bindung stärkt. Aber Achtung, hier ist nicht das Werfen und holen gemeint wie beim Ballspiel, sondern auch das ruhige Warten, während etwas versteckt oder geworfen wird und der Hund danach losgeschickt wird zum suchen und holen.
  • Tricks: Übe kleine Tricks wie "Pfötchen geben", "Slalom durch die Beine" oder "Verbeugen" unterwegs. Das macht Spaß und fordert den Kopf.
  • Grunderziehung / Alltagsübungen festigen: Nutze die Umgebung, um Kommandos wie "Sitz", "Platz", "Bleib" oder den Rückruf unter Ablenkung zu festigen.
  • Fitnessübungen: Lass Deinen Hund über Baumstämme balancieren, auf Baumstümpfe hüpfen, stehende Bäume umrunden, über Äste drübersteigen oder kleine Hügel hinauf- und hinunterspringen (immer alters- und gesundheitsgerecht!).
  • Umgebung nutzen: Jeder Stein, jeder Baumstamm, jede Bank kann zu einem kleinen Trainingsgerät werden.

Wichtig dabei: Ihr beide solltet Spaß haben! Auch einfach nur schnüffeln im Wald ist für Deinen Hund eine wichtige und auslastende Beschäftigung. Teste hundespezifisch, wie viel Beschäftigung für Deinen Hund passend ist und achte auf seine Erregungslage – überfordere ihn nicht!

 

Entspannung ist auch Beschäftigung!

Gerade in unserer schnelllebigen Zeit ist es wichtig, auch die Ruhe zu trainieren. Setzt Euch gemeinsam beim Spaziergang auf eine Bank oder ins Gras und übt das Entspannen. Genießt die gemeinsame Zeit, kuschelt, beobachtet die Umgebung. Das fördert nicht nur die Entspannung, sondern stärkt auch Eure Bindung auf einer ganz anderen Ebene.

 

Neue Reize für neue Abenteuer

Abwechslung ist das Salz in der Suppe! Geht immer wieder neue Spazierwege, erkundet neue Gebiete. Ob Berge, flaches Land, Klettern über Stock und Stein oder Schwimmen in einem Bach – neue Umgebungen bieten immer neue Reize und Herausforderungen. Nimm Deinen Hund auch bewusst in belebtere Gebiete mit, damit er lernt, im Alltag souverän mit verschiedenen Situationen umzugehen.

 

Zusammenfassend: Die perfekte Balance finden

Dein Hund ist einzigartig! Beachte seine rassespezifischen Unterschiede und wähle die Beschäftigung bewusst aus. Finde den richtigen Ausgleich zwischen freiem Spazierengehen und gezielter Beschäftigung. Abwechslung ist gut, aber übertreibe es nicht.

Und vergiss niemals: Entspannung ist genauso wichtig wie Action! Durch all diese gemeinsamen Interaktionen wird die Bindung zwischen Dir und Deinem Hund auf wunderbare Weise gefördert.

Mach jeden Spaziergang zu einem unvergesslichen Erlebnis für Euch beide!

 

Und wenn Du nun Anregungen dazu brauchst, spreche mich einfach an 😊