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Hecheln und Wohlfühlen

 

Teil 1:  Hecheln & Wohlfühlen: Verstehst du wirklich, was dein Hund dir sagen will?

 

Als Hundebesitzer lieben wir unsere Vierbeiner über alles. Wir wollen, dass es ihnen gut geht, dass sie glücklich und gesund sind. Aber manchmal sind wir uns unsicher, ob wir ihre Signale richtig deuten. Zwei häufige Themen, die dabei auftauchen, sind das Hecheln und die körperliche Zuwendung durch Streicheln. Lass uns heute mal genauer hinschauen, damit du deinen besten Freund noch besser verstehen kannst!

 

Das Rätsel des Hechelns: Immer Stress?

Dein Hund hechelt – und du fragst dich sofort: Ist ihm zu warm? Hat er Stress? Geht es ihm schlecht? Keine Sorge, du bist damit nicht allein! Viele Hundebesitzer machen sich da schnell Sorgen, aber die gute Nachricht ist: Hecheln ist nicht gleich Stress!

Stell dir vor, du kommst nach einem schnellen Spaziergang oder einer wilden Spielstunde mit deinem Hund nach Hause. Er hechelt! Das ist ganz normal und hat einen super wichtigen Grund: Dein Hund kühlt sich ab! Im Gegensatz zu uns Menschen können Hunde kaum schwitzen (nur über die Pfoten). Hecheln ist ihre eingebaute Klimaanlage. Durch die schnelle Atmung verdunstet Speichel auf Zunge und Schleimhäuten, und das kühlt den Körper runter. Also: Nach dem Toben oder an einem warmen Tag ist Hecheln absolut gesund und lebensnotwendig!

 

Aber Hecheln kann noch mehr bedeuten:

  • Freude und Aufregung: Jede aktive Rasse (z.B. Border-Collie, Australian Sheperd etc.) ist ein echtes Energiebündel, oder? Wenn du ihn ansprichst oder er merkt, dass es gleich losgeht zum Spielen, kann er aus reiner Vorfreude und Aufregung hecheln. Das ist keine negative Emotion, sondern pure Lebenslust!
  • Doch Stress: Ja, auch Stress und Angst können Hecheln auslösen. Aber hier ist der Unterschied: Wenn dein Hund hechelt, obwohl er entspannt liegen sollte, es nicht heiß ist und er nicht getobt hat, dann schau genauer hin. Begleiten andere Anzeichen wie Unruhe, Gähnen, häufiges Maulschlecken, eine eingezogene Rute oder Zittern das Hecheln? Dann könnte es tatsächlich ein Zeichen von Unbehagen sein.

 

Wann solltest du dir Sorgen machen? Wenn das Hecheln plötzlich, extrem stark und ohne ersichtlichen Grund auftritt oder mit weiteren Symptomen wie Apathie, Husten oder bläulichen Schleimhäuten einhergeht. In solchen Fällen ist der Tierarzt dein bester Ansprechpartner.

 

Fazit:

Dein Hund spricht eine andere Sprache, aber mit etwas Aufmerksamkeit und Wissen wirst du ihn immer besser verstehen. Und glaube mir: Nichts stärkt eure Bindung mehr als das Gefühl, verstanden und geliebt zu werden – sei es durch eine beruhigende Geste oder das Wissen, dass sein Hecheln meistens nur bedeutet: "Mir geht's gut, oder ich habe eine Menge Spaß!"

 

…. und schau doch gleich noch in Teil 2, da geht es dann um´s Streicheln und Wohlfühlen 😊